Walterbuchsen



Die Walter-Büchsen müssen stets so eingebaut werden, daß der Keil um 90° zur Kraftrichtung gedreht eingebaut wird. (Abb. 1)
Nach dem Einsetzen der Büchse in die Bohrung wird der Keil in den Keilschlitz gesteckt und mit der Hand hineingedrückt. Durch leichtes Schlagen mit dem Hammer wird der Keil so weit hineingeschlagen bis er genügend Führung besitzt. Dann wird der Keil mit festen Hammerschlägen so weit hineingetrieben, daß er gestaucht wird. Es ist zweckmäßig den Keil vor dem Einschlagen etwas zu ölen, damit die Reibung zwischen Keil und Büchse vermindert wird und der Keil sich nicht verbiegt.
 Walterbuchse
Abb. 1
Voraussetzung für die korrekte Montage der Walter-Büchse ist das feste Eintreiben des Keiles in die Büchse.

Die vorstehenden Teile des Keils werden mittels eines Flachmeißels abgemeißelt (Abb. 2) und der verbleibende Grat kann durch Feilen entfernt werden.

Büchsen, die aus dem Gelenkteil vorstehen, sind unzulässig, da die freistehenden Teile der Büchse infolge ihrer Härte ausbrechen können.

Walterbuchse
Abb. 2
Ausgeweitete Büchsen werden etwas schräg zur Bohrungsachse aufgesetzt und können infolge ihrer Federwirkung mit einem Hammer leicht eingeschlagen werden. (Abb. 3)
Walterbuchse
Abb. 3
Zusammengezogene Büchsen werden mittels des Keils so weit aufgeweitet bis sie sich leicht in die Bohrung schieben lassen. (Abb. 4)
Da die Durchmesser der Büchse durch die Härtung entweder aufgeweitet oder eingezogen sein können, ist eine Kontrolle der Büchse erst nach der kompletten Montage möglich.
Soll eine Büchse infolge Abnützung ausgewechselt werden, muß nur der Keil mit einem Durchschlag herausgeschlagen werden. Dann läßt sich die Büchse leicht herausnehmen.
Anschließend kann die Büchse ohne Nacharbeit an der Lagerbohrung durch eine neue ersetzt werden.
Walterbuchse
Abb. 4